Sport und Belastung

IM LAUFE DER EVOLUTION HAT SICH DER MENSCHLICHE BEWEGUNGSAPPARAT AN RELATIV GERINGE STOSSKRÄFTE ANGEPASST, DA SICH UNSERE VORFAHREN GRÖSSTENTEILS AUF WEICHEN BODEN (SAND, GRAS, USW.) FORTBEWEGTEN DIESE UNTERGRÜNDE STELLTEN EINEN FAST IDEALEN SCHOCKDÄMPFER DAR.  

Heute sind große Flächen versiegelt, d.h. sie bestehen aus, Asphalt oder stark verdichteten Böden (auch Park- und Waldwege) und sind für sportliche Aktivitäten keineswegs ein optimaler Untergrund. Zivilisatorisch bedingte Schwächen der Skelettmuskulatur, vor allem der Fußmuskulatur, sind ein weiterer Risikofaktor und erhöhen die biomechanische Belastung.

 

Körperlich Aktivität, vor allem sportliche Bewegung, ist immer biomechanischer Belastung verbunden. Im Alltag und bei maßvoller sportlicher Betätigung hat der menschliche Körper eine hohe Anpassungsfähigkeit. Dennoch können durch plötzlich auftretende hohe Kräfte, die ein vielfaches des eigenen Körpergewichtes betragen, Überlastungen und Verletzungen entstehen.

 

Da der Sport als Freizeitgestaltung einen hohen Stellenwert einnimmt, steigt die Zahl derjenigen, die nicht nur die positiven Auswirkungen des Sports für Psyche und Herz - Kreislauf - System erfahren, sondern auch Verletzungen erdulden müssen.

 

Die hohen Stoßkräfte, die beim Laufen, Springen, oder Stopps und Richtungswechseln auftreten, verursachen laut wissenschaftlichen Untersuchungen und Statistiken, z.B. bei 17 - 56% aller Läufer/innen eine Verletzung innerhalb eines Jahres. 50% aller Aerobic - Treibenden werden von Verletzungen zu Trai ningspausen gezwungen. Indoor - Sportarten inkl. Tennis verursachen 33 % aller Sportverletzungen, Fußball 18%. In 50 - 70% aller Fälle sind die unteren Extremitäten betroffen.

 

Sinnvolle Trainingsreize, eine ausreichende Regeneration gute Technik können Überbelastungen verhindern, jedoch treffen die hohen Kräfte meist auf Sportler, die konditionelle und muskuläre Defizite aufweisen. Zusätzlich akzentuieren orthopädische Fehlstellungen und vor allem Übergewicht die zur Überlastung führenden Kräfte.

 

Funktionelle Schortschuhe können ebenfalls zur Reduktion des bio - mechanischen Streß beitragen. Die Konstruktion muß die Flexibilität des Fußes unterstützen und Knochen, Sehnen, Bänder und Knorpel vor Überlastung schützen. Dämpfung und Bewegungskontrolle als dynamische Stabilität, sind weitere wichtige Anforderungen an den Sportschuh.

 

Im Gegensatz zu vielen (Trend-) Sportarten, die fast jedes Jahr neu erfunden werden, eine Zeitlang boomen und schnell wieder an Popularität verlieren, ist das Laufen/Joggen ein Sport, der schon seit Tausenden von Jahren beliebt ist und heute weltweit von vielen hundert Millionen Menschen betrieben wird. Gründe hierfür sind, daß die Laufbewegung für den Menschen zum einen sehr natürlich ist, keine aufwendigen Hilfsmittel zu ihrer Ausübung benötigt werden und die positiven Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem, die Muskulatur und schließlich auf das allgemeine Wohlbefinden anerkannt sind.

 

Des weiteren bildet das Laufen ein Fundament, auf dem sich fast jede andere Sportart aufbaut, z.B. Fußball, Handball, Basketball, etc. Das Laufen stellt hier zwar nicht das Ziel der zugrundeliegenden Spielidee dar, erweist sich aber zum einen als Hauptfaktor der Bewegung - ein guter Fußballer läuft in einem Spiel bis zu 11 km - und zum anderen als notwendige Voraussetzung, um dynamischen Sport überhaupt zu ermöglichen.

 

Obwohl keine aufwendigen Hilfsmittel für das Laufen benötigt werden, so ist es doch zumindest ein Gerät, welches von entscheidender Bedeutung für beschwerdefreien und freudvollen Sport ist - der Laufschuh.

 

In den letzten zwanzig Jahren stellt die Laufschuhforschung neben der Automobilforschung den am intensivsten studierten Bereich von Fortbewegungsmitteln dar. Insofern ist es verständlich, daß moderne ASICS-Laufschuhe hochtechnische Geräte sind, die in aufwendiger und langwieriger biomechanischer Forschung für den Sportler entwickelt werden konnten. Durch die Verbindung des Laufens mit anderen Sportarten erweisen sich die in der Laufschuhforschung erzielten Resultate als überaus hilfreich für das Verständnis von Bewegungen und Anforderungen an den Sportschuh in anderen Sportarten. Sie dienen letztendlich dazu, für jede Sportart einen bestmöglichen ASICS - Sportschuh zu entwickeln.